Country Information

This section provides information about the EU countries. Currently eleven states have decided to hold a referendum on the EU Constitution. The question is still undecided in eight member states, while in five countries it seems to be unlikely, that a referendum will be held. The Parliament of Lithuania has already ratified the constitution.

 

Die EU ist ein elitärer Prozess


Die Integration und Harmonisierung innerhalb der EU war immer gekennzeichnet durch das kontinuierliche Schaffen von Realitäten durch eine politische Elite. Der gesamte Prozess war und ist intransparent und für normale Bürger nicht nachvollziehbar. Der Konvent über die Zukunft Europas, der die EU Verfassung entwickelte, wurde durch die Bürger weder ernannt, gewählt oder bestätigt. Der Konvent selbst wurde von einem selbstherrlichen Präsidium unter Leitung von Valery Giscard d’Estaing dominiert.

Im Konvent wurde keine einzige Entscheidung durch eine demokratische Abstimmung getroffen. Alles wurde vom Präsidium „im stillen Kämmerlein“ entschieden, sogar ohne irgendwelche Protokolle über die entsprechenden Debatten. Der Verfassungsvorschlag basiert also auf einer undemokratischen Entscheidungsfindung der Spitze eines nicht gewählten Konvents. Der gesamte Teil 3 der Verfassung wurde aus Zeitmangel im Konvent nicht einmal diskutiert.

Die Bürger waren am gesamten Prozess der Entwicklung nicht beteiligt. Das sog. Bürgerforum und der Jungendkonvent - an dem der Verfasser dieses Textes aktiv bzw. als Beobachter - teilnahm, waren reine Alibi-Veranstaltungen.

Quellen:
1.) Eigene Beobachtungen. Als European Referendum Campaign waren wir praktisch bei allen Konventstreffen vor Ort.

2.) Gisela Stuart, The Making of Europe's Constitution, Pamphlet, 60pp
An insider's insight into the proposed EU Constitution and a call for greater scrutiny. - Fabian Society.

3.) Andreas Wehr, „Europa ohne Demokratie? - Die europäische Verfassungsdebatte - Bilanz, Kritik und Alternativen - Neue Kleine Bibliothek 91, ISBN 3-89438-272-4

ZURÜCK

  




Besser als Jean-Claude Juncker kann man es nicht ausdrücken:

"Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

(Der Spiegel, 52/1999, S. 136)